Tagesgeld

Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine flexible Möglichkeit, Geld sicher anzulegen und gleichzeitig kurzfristig darüber zu verfügen. Um Ersparnisse als Tagesgeld anzulegen, benötigen Sie ein Tagesgeldkonto, das bei einer Bank geführt wird und variabel verzinst ist.

Im Gegensatz zu Festgeld bleibt Ihr Kapital beim Tagesgeld jederzeit verfügbar. Es ist nicht für den täglichen Zahlungsverkehr gedacht, sondern dient als sichere Parkmöglichkeit für freie Liquidität. Einzahlungen erfolgen per Überweisung auf das Tagesgeldkonto, Auszahlungen auf ein hinterlegtes Referenzkonto.

Für Tagesgeld gibt es keine Kündigungsfristen. Zudem entstehen keine Kursverluste, da es sich nicht um Wertpapiere handelt.

Wie hoch sind die Zinsen beim Tagesgeld?

Die Höhe der Tagesgeldzinsen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, unter anderem von der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie vom jeweiligen Angebot der Banken.

In Deutschland liegen die Tagesgeldzinsen aktuell im Durchschnitt bei rund 2,25 %. Im Vergleich dazu bieten Banken in anderen europäischen Ländern teilweise höhere Zinssätze.

Über Vergleiche und ausgewählte Angebote, die über HGI zugänglich sind, können Anleger Zinssätze von bis zu 3,80 % erzielen, abhängig von Bank, Marktumfeld und Konditionen.

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto eignet sich besonders für Anleger, die jederzeit Zugriff auf ihr Kapital behalten möchten und dabei großen Wert auf Sicherheit legen.

Typische Einsatzbereiche sind:
– kurzfristiges Parken von Geld
– Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben
– Ergänzung zu längerfristigen Anlagen wie Festgeld

Gerade im Vergleich zeigt sich, dass Tagesgeldangebote, insbesondere bei Banken im europäischen Ausland, oft attraktivere Zinssätze bieten als klassische Angebote in Deutschland.

Was tun, wenn Tagesgeld ausgezahlt werden soll?

Über Ihr Tagesgeldkonto können Sie jederzeit entscheiden, ob Sie Teilbeträge oder den gesamten Anlagebetrag auszahlen lassen möchten.

Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb eines Bankarbeitstags auf das zuvor hinterlegte Referenzkonto. Sowohl Kapital als auch angefallene Zinsen werden dabei automatisch berücksichtigt.

Die Vorteile bei einem Tagesgeldkonto

Der größte Vorteil eines Tagesgeldkontos liegt in seiner hohen Flexibilität. Anleger können jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen, den Anbieter wechseln oder zusätzliches Kapital einzahlen.

Weitere Vorteile sind:
– tägliche Verfügbarkeit des Guthabens
– variable Verzinsung
– keine festen Laufzeiten
– gesetzliche EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank

Wie sicher ist Tagesgeld?

Tagesgeldanlagen gelten als sehr sicher. Die Einlagen werden durch mehrere Schutzmechanismen abgesichert.

Zum einen haftet das Eigenkapital der jeweiligen Bank. Zusätzlich greift die gesetzliche Einlagensicherung, die Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank absichert.

Diese Sicherungsgrenze gilt EU-weit. Beispiele:
– Deutschland: 100.000 Euro
– Großbritannien: 85.000 GBP
– Schweden: 1.050.000 SEK

Sollte eine Bank zahlungsunfähig werden, übernimmt der nationale Sicherungsfonds die Rückzahlung innerhalb dieser Grenzen.

So funktioniert die Einlagensicherung

Im Gegensatz zu Wertpapieranlagen bestehen beim Tagesgeld keine Kursrisiken. Anleger, die Tagesgeldangebote über HGI vergleichen, sind keinen zusätzlichen Marktrisiken ausgesetzt.

Die Einlagensicherung greift automatisch und schützt das Guthaben bis zur gesetzlichen Höchstgrenze. Für den Anleger entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten oder Verpflichtungen.

Doppelte Absicherung durch freiwillige Einlagensicherung

In einigen Ländern existieren neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzliche freiwillige Sicherungssysteme.

Ein bekanntes Beispiel ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Dieser Fonds wird von über 130 privaten Banken getragen und bietet in vielen Fällen eine Absicherung über die gesetzliche Grenze hinaus.

HGI auf einen Blick

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Der zentrale Unterschied liegt in der Verfügbarkeit und der Zinsstruktur.

Beim Tagesgeld können Anleger jederzeit auf ihr Guthaben zugreifen, während der Zinssatz variabel ist und sich ändern kann. Beim Festgeld hingegen wird das Kapital für eine feste Laufzeit angelegt, zu einem im Voraus festgelegten Zinssatz.

Während Tagesgeld maximale Flexibilität bietet, eignet sich Festgeld besonders für Anleger, die Wert auf Planungssicherheit und feste Erträge legen.